WICHTIG UPDATE: Hanns Kronenberg von sistrix.de hat mich eben telefonisch kontaktiert und darauf hingewiesen, dass man durch aktivieren der Expertenansicht die Links sehrwohl sehen kann und das die Werte den der folgenden Tools entsprechen. Leider hat sistrix bei mir “geklemmt” und ich habe auch im Expertenmodus NULL Backlinks gesehen. Aber ich habe wieder dazu gelernt und weiß nun wie sistrix die Datenflut handelt. Danke an Hanns für die Richtigstellung und Erklärung (und die Genesungswünsche
):
aber hier nun der ursprüngliche Artikel:
SEO Tools sind unerlässlich und wichtig in der täglichen Arbeit, kosten aber zumeist auch eine Stange Geld. Ein einigermaßen passables Toolbox-Setup (4 Module) kostet bei SISTRIX satte 400,- Euro/Monat, die Linkresearchtools kosten in der Superhero-Version auch 299,- Euro und eine Premium Suite von searchmetrics liegt bei 679,- Euro. Andere Toolanbieter locken schon mit günstigeren Angeboten und batteln sich gerade aktiv im unteren Kundensegment. So hat SEOlytics erst vor ein paar Tagen die Basisversion kostenfrei gemacht und damit XOVI sicher einige Kunden gekostet. Und leider bieten nicht alle Tools auch die gleichen Daten. Aus aktuellem Anlass kommt nun deshalb dieser Blogpost.
SEO ist ein schnelles Business, wer die besten Daten hat (und damit ist auch die zeitliche Verfügbarkeit gemeint) kann einen Wettbewerbsvorsprung sein eigen nennen. Deshalb kommt man als professionelle SEO Agentur nicht umhin, mehrere Tools paralell zu nutzen, denn 4 Augen sehen bekanntlich mehr als 2. Da kommt man dann im Monatsmittel schon mal auf über 1K an Lizenzgebühren für die Toolsammlung. Allerdings zahlt sich das in der Regel auch aus, vor allem in Segmenten, die monetär hochattraktiv sind und schneller Reaktion bedürfen. Eines dieser Segmente ist der Bereich “Strompreise”. In den letzten 12 Monaten stark dominiert von den großen Brands wie Verivox und check24 und einigen alten Projekten auf exactmatch-Keyworddomains. Ein sehr interessanter Bereich nicht nur im Bezug auf die Dollars, sondern auch, weil sich dort eben auch viele Webmaster tummeln, die mit eher unsauberen Methoden schnelles Geld abgreifen wollen.
Im Zuge der letzten google Anti-Webspam-Updates ist es deshalb umso interessanter zu sehen, was dann letztendlich doch noch so alles “funktioniert”, wenn man Big G cheaten möchte. So ist uns in den letzten Tagen ein spezielles Projekt im Strombereich besonders aufgefallen, dass kometenhaft nach oben geschossen ist! Nicht im Longtailbereich, sondern für echt richtig hart umkämpfte Singlekeys, die aus eigener Erfahrung richtig Asche bringen. Zeit das besagte Projekt mal durch die Tools zu jagen, um zu verstehen, was da “getan” wurde bzw. warum das Ding so abgeht.
4 Augen sehen mehr als 2! Verschiedene SEO Tools machen Sinn!
Also erster Schritt: wir haben die betreffende URL in der Sistrix Toolbox eingegeben und siehe da:
Wow! Eine Visibilitysteigerung von 0 auf über 2,8 in knapp 9 Wochen…. und das in diesem Wettbewerbsumfeld! Starke Leistung! Abgleich mit dem google index: die Werte bzw. Positionen scheinen zu stimmen. Warum also rankt das Ding so unheimlich schnell und gut? Das müssen die Links sein!
Aber halt!!! Ist es vielleicht doch der sensationell gute Content auf der Seite, denn die Toolbox zeigt mir NULL Backlinks an?
Ein Blick auf die Seite verrät dem geneigten SEO, dass es eigentlich nicht der verdammt gute Content sein kann! Ist es auch nicht, denn ein Blick auf ein zweites Tool im Agenturportfolio bringt mehr Sicherheit:
Hier sieht der Fall schon etwas anders aus! Der QBL (Qucik Backlink Check) offenbart den Grund für die wirklich hervorragenden Rankings. 2484 Backlinks bei einer Domainpop von 850. Nicht übel! Und das in so kurzer Zeit, wie nachfolgende Grafik zeigt (erstellt mit dem CLV in den Linkresearchtools)
Man sieht hier recht deutlich, dass für das analysierte Projekt im März noch kein einiziger Link bestand. Im April gings dann rund: 1747 Links von 536 Domains alleine in diesem Monat!
Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, haben wir besagte Domain auch nochmal durch die Essentials von searchmetrics gejagt und siehe da, auch hier ähnliche Werte wie in den Linkresearchtools.
Aus der Situation ziehen wir einige Schlüsse:
- Die Linkübersicht von sistrix hinkt leider ein wenig hinterher und wir hoffen, dass man dort nachzieht und die Linkarchive in etwas kürzeren Intervallen updatet. Bei einem Toolanbieter dieser Größe sollte man einen solchen Wettbewerbsnachteil als Prio 1 auf die ToDo-Liste setzen.
- Die Linkresearchtools und auch Searchmetrics liefern weitesgehend zuverlässige Daten.
- quo vadis google Webspam-Team? Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass das Ding da oben nicht allzu lange stehen wird, denn die Linkquellen sind alles andere als natürlich. Aber es stellt sich die Frage, wie sehr die dort die Webspam-Problematik wirklich im Griff haben. Denn dieses Projekt geht schon seit mehreren Wochen nur nach oben. Weder den Algo noch einen Quality Rater scheint das zu stören!
- Linkquellen und Anchortextverteilung scheinen in diesem Fall völlig egal zu sein.









{ 13 Kommentare }
Hallo Nicholas, Du hast leider mein Lieblingstool den SEO DIVER (http://de.seodiver.com/) nicht mit aufgenommen in Deine Empfehlungen, wie kommt’s? Wenn Du Ideen brauchst, wie man mit dem DIVER arbeitet kannste mich gerne fragen (schreibe auch Gastbeiträge). LG, Marcus
Hi Marcus, leider nutzen wir den SEOdiver nicht, sonst hätte ich sicher auch Eure Daten gepostet!
Gastartikel sind immer willkommen, schick rüber!
Wenn die für die Domain die Detail-Auswertung in der Sistrix Toolbox aktivierst, bekommst Du aktuell 1.597 Links von 451 Domains angezeigt und tägliche Updates der Daten.
Danke Hanns, haben wir ja eben telefonisch geklärt!
Wie kommts, dass du ahrefs oder seomoz nicht erwähnst? Sind meiner Meinung die besten Tools für diese Art der Analyse. Sistrix ist zwar fein, aber nur für deutsche Projekte/Links zu gebrauchen, weil so gut wie keine US-Links aufgenommen werden.
Diese Tools nutzen wir schon auch, es ging primär darum herauszuarbeiten, dass die doch recht “kostenintensiven” Tools sich teilweise deutlich unterscheiden und dass es Sinn macht verschiedene Anbieter zu nutzen (auch wenn Hanns das ganze dann etwas abgeschwächt bzw. relativiert und mir den Aufhänger geklaut hat
)
Verschiedene SEO Tools zu nutzen macht auch meiner Meinung nach durchaus Sinn.
Allerdings wird es irgendwann dann auch mal nervig, gerade wenn man Reportings für Kunden erstellen muss und dafür die Daten aus verschiedenen Tools heranzieht.
Die Tool-Anbieter bieten bekannterweise Reportings nur mit den eigenen Daten.
Perfekt wäre eben, wenn es ein Tool gibt das wirklich alle Funktionen der Mitbewerber in einem anbietet und das zu einem fairen Preis.
Ansonsten lautet die Frage: welcher Tool-Mix ist der beste?
wow … eine Seite, die bei aktiviertem AdBlocker absolut keinen Mehrwert hat da das iFrame geblockt wird … Danke Big G für dieses hilfreiche Suchergebnis
Zu den Tools: Generell soll jeder die Tools nutzen mit denen er glücklich wird. Dennoch sieht man teilweise eine böse Diskrepanz zwischen den eigenen Daten der eigenen Seite und den aggregierten Daten der Tools. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass sich ein Großteil der Agenturen nur auf die Daten der Tools bezieht, finde ich diese “Szenen”-Blindheit eher lustig.
Dazu stellt sich die Frage über den Kosten-/Nutzen-Faktor, denn sofern ich einen Betrag X für ein Werkzeug dieser Art ausgebe, sollte einem der Nutzen mindestens die Kosten wieder einbringen (Gut, der Punkt hängt dann auch wieder am Nutzer selbst und wie er mit den Daten umgeht, bzw. was er daraus macht).
Hi Lars, verstehe den ersten Satz nicht wirklich, welches Suchergebnis bzw. welche Seite meinst Du denn? Welches iFrame wird geblockt?
Das iFrame zum Vergleich des Stromanbieters auf der analysierten Domain in deinem Artikel … Mit Adblocker erhälst du nur den Inhalt, jedoch nicht den eigentlichen Rechner von check24 …
ah, jetzt ja…..
Mehre Tools machen zwar Sinn, müssen dann aber auch adäquat genutzt werden. Bei Sistrix benötigt man aus meiner Sicht nur 2 Module. Ähnlich ist es mit den Linkresearch Tools! SearchMetrics bietet in der Basis den besten Mix wie ich finde. Und für “Predictive SEO” ist der SEO-Diver ein wirklich gutes Utensil.
Ich hätte mir noch eine etwas detailliertere Betrachtung der “Must-Have-Module” der einzelnen Tools gewünscht. Aber vielleicht ist das ja auch ein Thema für meinen eigenen Blog!
Echt schon ne Frechheit was da teilweise für Seiten immernoch ranken. Wenn man “SEO” oder “Suchmaschinenoptimierung” eingibt ist es genau das gleiche Bild. Die üblichen Verdächtigen, peinlich schlechte Linktextverteilung, von den Quellen ganz zu schweigen. Sowas erkennt doch wohl jeder… Ach was reg ich mich eigentlich auf
Schöner Artikel, sehe das genauso. Man muss immer 2 voneiander unabhängige Quellen (Tools) heranziehen um irgendwo dazwischen die Wahrheit zu finden. Wir verwenden auch immer mindestens 2 verschiedene Webanalyse Tools, da kommt auch oft nicht das gleiche bei raus…