Vier Trends gilt es besonders zu beobachten in 2012, meint Adam Audette auf Searchenginewatch.com. Bei Firmen nimmt die Bedeutung von Inhouse SEO zu, was bei externen Agenturen zu einem Plus an Aufgabenfeldern führt. Rich Snippets mischen die Darstellung der Suchergebnisse zunehmend auf. Und Social Media bleiben eines der hoch virulenten Themen. Doch bei alledem sorgt ein alter Bekannter für Konstanz im SEO-Geschäft: die Domain Authority.
SEO: Inhouse Verankerung und Support durch Agenturen
In immer mehr Führungsetagen und Marketingabteilungen zieht das Bewusstsein für die Bedeutung solider Suchmaschinenoptimierung ein. Damit einhergehend werden immer mehr Inhouse Abteilungen für SEO eingerichtet.
Anders als man vielleicht erwarten könnte, bedeutet das aber keinen Auftragsschwund für SEO Agenturen, sondern genau das Gegenteil. Denn weil der Komplexitätsgrad für wirkungsvolle Suchmaschinenoptimierung weiter wächst, gibt es auch einen wachsenden Bedarf für die Unterstützung durch externe Dienstleister. Ob Content, Linkbuilding und Offpage Optimierung: das Know-how von echten Spezialisten bleibt weiterhin gefragt.
Zu den benötigten Instrumenten für den SEO Inhouse Support zählt Audette außerdem die geeignete SEO-Software zur Auswertung sowie den fachgerechten Einsatz von Webmaster und Crawling Tools. Es ist also ein ganzes Bündel an SEO-Aufgaben, das durch firmeninterne SEO Teams erledigt werden muss. Wenn hier Agenturen ihre Dienste anbieten, haben beide Seiten etwas davon. Die Liste ließe sich vielleicht wie folgt ergänzen und komplettieren:
Support für SEO Inhouse Teams durch Agenturen
- Linkbuilding
- Content
- Social media monitoring
- Schulungen für Tools & SEO-Techniken
- SEO Strategie-Beratung
Rich Snippets sind der Reißer
Der zweite große Trend, den Adam Audette ins Rampenlicht hebt, ist die zunehmende Einblendung und Nutzung von Rich Snippets. An erster Stelle sei hier der rel author tag zu nennen und die Möglichkeit, Autorenfotos in den Suchergebnissen zu positionieren. „2012 will be the year this absolutely takes off.“
Des Weiteren gibt es noch viele andere Optionen, die Google für Rich Snippets offeriert. Die Anzeige von Testbewertungen ist davon eine. Da CTR-Verbesserungen (CTR = Click-Through-Rate) um 50 Prozent und mehr festzustellen sind, ist davon auszugehen, dass sehr viele diesen Trend für sich nutzen wollen. Auch Spammer… Audette erwartet daher ebenso, dass die Überwachung und Kontrolle in diesem Bereich in Zukunft ausgeweitet wird.
Social Media bleiben aktuell
Die Ansprüche an die Suchmaschinenoptimierung werden durch Social Media höher. Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass schon in den nächsten Tagen z.B. Google+ zu einem absolut dominierenden Faktor wird, sind zunehmende Auswirkungen zu prognostizieren. Wenn unterschiedlichen Nutzern unterschiedliche Suchergebnisse angezeigt werden (z.B. durch Personalisierung) oder wenn Auswertungsdaten von eingeloggten Usern nur begrenzt über Analytics zur Verfügung stehen, ändert das die Voraussetzungen für den SEO. Gleichzeitig wird der Suchmaschinen-Wettbewerb belebt. Man denke an die Anstrengungen von Microsofts Suchmaschine Bing in den USA, um die eigenen Marktanteile zu vergrößern (sei es dank oder trotz Yahoo).
Anmerkung: Die Adaption dieser Analyse auf deutsche Verhältnisse bleibt jedem SEO-Optimierer natürlich selbst überlassen. Da Google den eigenen Webdienst nach Kräften pushen wird, können Überlegungen für eine Google+ Strategie aber jedenfalls nicht schaden.
Domain Authority macht den Unterschied
Google+ und Social Signals werden also wichtiger, brauchen aber ihre Zeit. Das gilt erst recht, wenn man beachtet, dass Google derzeit z.B. Twitter- oder Facebook-Daten nur begrenzt in die Trefferlisten integrieren kann. Die Linkbasis und ein gute Link Authority bleiben daher eine der wichtigsten SEO-Kennziffern. Denn der Domain Trust ist nach wie vor der verlässlichste Gradmesser, den Google für das Ranking hat. „Classic Links still rule“, meint A. Audette: “The link graph is still the most reliable set of ranking signals Google has. And so far, it’s still what’s making the difference in competitive SERPs.”



